Der traditionelle Ansatz
Im herkömmlichen Fremdsprachenunterricht lernen Kinder Vokabeln und Grammatik — oft ohne echten Bezug zu ihrer Lebenswelt. Diese Methode beginnt meist erst in der Schule und bleibt oft abstrakt.
Bei Casa Azul lernen Kinder Sprachen nicht aus Büchern, sondern durch das tägliche Eintauchen in eine natürliche mehrsprachige Umgebung. Dieses Prinzip nennt man Immersion.
Im herkömmlichen Fremdsprachenunterricht lernen Kinder Vokabeln und Grammatik — oft ohne echten Bezug zu ihrer Lebenswelt. Diese Methode beginnt meist erst in der Schule und bleibt oft abstrakt.
Bei uns spricht jede:r Erzieher:in konsequent in seiner/ihrer Muttersprache mit den Kindern — Deutsch, Französisch oder Portugiesisch. Die Kinder erleben die Sprachen als natürlichen Teil ihres Alltags, beim Spielen, Essen, Singen und Entdecken.
Im Alltag bedeutet das: Wenn Erzieher:in Marie den Morgenkreis leitet, spricht sie Französisch. Wenn Erzieher:in Beatriz zum Mittagessen ruft, geschieht das auf Portugiesisch. Und beim Spielen im Garten hören die Kinder alle drei Sprachen gleichzeitig.
Ein typischer Moment: Ein Kind fragt auf Deutsch nach einem Apfel. Die französischsprachige Erzieherin antwortet: 'Oui, je veux bien te donner une pomme.' Das Kind versteht durch den Kontext und lernt spielerisch — ganz ohne Übersetzung.
Zweisprachig aufwachsende Kinder werden zu Sprachmotoren: Sie wechseln mühelos zwischen den Sprachen und helfen einsprachigen Kindern, die neue Sprache zu verstehen und anzunehmen.
Jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Manche Kinder sprechen schnell in beiden Sprachen, andere brauchen eine stille Phase des Zuhörens. Wir respektieren diesen individuellen Rhythmus und begleiten jedes Kind geduldig.
Studien zeigen: Kinder, die früh mit mehreren Sprachen aufwachsen, entwickeln bessere kognitive Fähigkeiten, größere kulturelle Offenheit und ein stärkeres Sprachbewusstsein. Sie sind flexibler im Denken und kreativer im Problemlösen.
Kinder brauchen keine Vorkenntnisse in Französisch oder Portugiesisch. Das Immersionsprinzip funktioniert am besten, wenn Kinder möglichst früh beginnen — idealerweise ab dem 1. Lebensjahr.
Als SESB-Partnerkita bereiten wir die Kinder optimal auf den Übergang in die Staatliche Europa-Schule Berlin vor. Dort können sie ihre Mehrsprachigkeit in deutsch-französischen oder deutsch-portugiesischen Klassen fortsetzen — ein durchgängiger Bildungsweg von der Kita bis zum Abitur.
Zweisprachigkeit bedeutet bei uns auch interkulturelle Bildung. Die Kinder lernen nicht nur Sprachen, sondern auch die Kulturen, Traditionen und Perspektiven verschiedener Länder kennen — eine wertvolle Grundlage für ein offenes, weltgewandtes Aufwachsen.
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